Die Entstehung von Agility:

 

Die Geburtsstunde von Agility war im Jahr 1978 anläßlich der Crufts-Hundeausstellung in England. Das Organisationskomitee wollte dem Publikum etwas Neues, Attraktives im Animationsprogramm bieten. Diese Aufgabe wurde dem reitsportbegeisterten John Valery übertragen. Ihm kam die Idee, einen Parcours zu entwerfen, den die Hunde analog dem Pferdespringsport zu bewältigen hätten.

Zusammen mit dem bekannten englischen Hundeausbilder Peter Meanwell entwarf man einen Parcours mit hundegerechten Hindernissen, der mit einigen Hunden eingeübt wurde. So wurde Agility erstmals einem Publikum vorgestellt.

Anfangs handelte es sich noch um sehr einfache Parcours, trotzdem wurde Agility sofort begeistert als neue Hundesportart angenommen.

Nach und nach wurden Clubs gegründet, ein Reglement erstellt und Trainer, Richter und Helfer ausgebildet. Die Parcours wurden mit der Zeit immer schwieriger und anspruchsvoller. 1988 fand in Genf die erste offizielle Agility-Europameisterschaft statt.

Inzwischen hat sich Agility weltweit etabliert, sodaß 1996 die erste Agility-Weltmeisterschaft in Morges (Schweiz) stattfand.

 

Agility ist, kurz gesagt, eine dem Reitsport verwandte Disziplin, bei der die Hunde einen variablen Hindernisparcours mit bis zu 20 verschiedenen Elementen in einer vorgegebenen Mindestzeit möglichst fehlerfrei zu durchqueren haben.

Ob Hürden-, Mauer- und Reifensprünge, Slalom, Schrägwand, Laufsteg und Wippe, ob Weitsprung, Tunnel und Tisch, der Phantasie der Parcoursbauer sind kaum Grenzen gesetzt.

Das sportlich-spielerische Moment, mit seinen hohen Fitnessanforderungen an Mensch und Hund begeistert Aktive wie Zuschauer gleichermaßen.

Bewertungskriterien sind zum einen das korrekte Passieren der Hindernisse, wobei Fehler mit Strafpunkten bewertet werden und zum anderen die Zeit, die sich an einer Standardvorgabe orientiert.

In den 60 Sekunden, die ein Durchlauf innerhalb eines Wettbewerbes im Schnitt dauert, wird auch der Puls des Hundeführers auf Trab gebracht und die 130, die Sportmediziner als gesundheitlich sinnvollen Wert nachgewiesen haben, werden Im AGILITY-Sport bei Zwei- und Vierbeiner allemal erreicht. Agility eignet sich hervorragend als Konzentrations- und Konditionstraining für Mensch und Hund. Es festigt die Bindung und vertieft das Vertrauen. Eine besonders attraktive Hundesportart stellt AGILITY für Jugendliche dar. Denn neben der sportlichen Aktivität wird auch der richtige und vor allem verständnisvolle Umgang mit dem Hund gefördert.

Flott, wie bei AGILITY insgesamt, geht es auch beim Richten zu. Entscheidungen fallen sofort und werden vom Richter per Handzeichen angezeigt. Richter-Assistenten schreiben mit und die Laufzeit wird elektronisch ermittelt, so dass das Ergebnis jeweils unmittelbar nach dem Überschreiten der Ziellinie vorliegt. Da ein normaler Parcours in Zeiten bewältigt wird, die rund um eine Minute liegen, kann man sich leicht vorstellen, wie schnell das alles geht und wie viel Spannung, verbunden mit viel Spaß und Freude herrscht.

 

 

Höchst interessant für Hundeführer und Zuschauer.